Am Donnerstagabend, dem 20. November 2025, zog es uns zum letzten TAKATAK des Jahres ins herbstliche Cottbus – genauer gesagt ins INIK – Institut für Neue Industriekultur. Schon die Anfahrt über das ehemalige Flugplatzgelände wirkte wie ein Übergang in eine Zukunftsvision: rau, weit, voller Potenzial. Kultur- und Kreativschaffende aus der Region folgten unserer Einladung – darunter vertraute Gesichter, langjährige Mitglieder unseres Vereins und erfreulich viele Menschen, die zum ersten Mal dabei waren.
Ein Ort mit Vision
Begrüßt wurden wir von Vereinsmitglied Heidi Pinkepank, die uns mit einem herzlichen Willkommen gleich mitten hineinführte in die Welt des INIK. Durch den Abend leitete uns Michael Apel, souverän wie eh und je – charmant, aufmerksam und mit dem richtigen Gespür für den Rhythmus eines Netzwerktreffens.
Das unbestrittene Highlight folgte direkt danach: der Rundgang durch den INIK-Tower. Raum für Raum, Stockwerk für Stockwerk erschloss sich uns ein Ort, an dem Industriekultur neu gedacht wird. Besonders eindrucksvoll war der Blick auf das alte Flugplatzgelände – ein Areal, das derzeit wie ein offenes Kapitel wirkt. Wir erfuhren, welche Projekte bereits umgesetzt wurden, welche Visionen in den nächsten Jahren Form annehmen sollen und wie eng hier Strukturwandel und Kreativität miteinander verflochten sind.
Man spürte: Hier entsteht etwas, das weit über Cottbus hinausstrahlt.
Format 5×5: Fünf Perspektiven, fünf Inspirationen
Dann ging es in unserem bewährten Format 5×5 weiter: fünf Menschen aus der Kultur- und Kreativszene bekamen jeweils fünf Minuten Zeit, um uns mitzunehmen in ihre Welten – kompakt, direkt und mitreißend.
Grit Koalick eröffnete mit gezeichneter Präzision und erzählerischer Tiefe. Ihre Arbeiten verbinden Storytelling mit Architektur, Stadt und urbaner Praxis – visionär, poetisch, überraschend.
Heiko Straehler-Pohl gab Einblicke in die Arbeit der Kunsthalle Lausitz, die sich der zeitgenössischen Kunst verschreibt und gesellschaftlich relevante Themen ebenso in den Blick nimmt wie die regionale Identität.
Daniel Häfner knüpfte an mit seiner kulturwissenschaftlichen Forschung zum Sorbischen/Wendischen. Er teilte seine Suche nach einer neuen sorbischen Formsprache – ein Ansatz, der Tradition und Zukunft zusammendenkt.
Leif Scharroba stellte sein Team vor, das in den Bereichen Webdesign, Programmierung, Corporate Design und digitaler Medienproduktion zuhause ist – ein breites Kompetenzfeld, das in der Region gefragt ist.
Linda Piolka rundete die Reihe mit ihrer Arbeit als Netzwerkkoordinatorin der Alternativen Kulturszene Cottbus ab. Seit Anfang des Jahres bringt sie Menschen, Räume und Ideen zusammen und meistert die damit verbundenen Herausforderungen mit spürbarer Leidenschaft.
Alle fünf Beiträge machten neugierig auf mehr – und ließen die Vielfalt der Lausitzer Kreativszene klar sichtbar werden.
Vernetzung bei Snacks und Getränken
Nach dem offiziellen Teil wurde es gemütlich. Bei einem liebevoll arrangierten Buffet mit Snacks und Getränken entstanden Gespräche ganz von selbst. Man sah Grüppchen, die sich zusammenfanden, Visitenkarten, die über den Tisch wanderten, Menschen, die sich freuten, alte Bekannte wiederzusehen oder endlich jene Person zu treffen, von der man schon so viel gehört hatte.
Dieser offene Austausch ist es, was TAKATAK ausmacht: Verbindungen knüpfen, Perspektiven weiten, Ideen teilen. Danke, dass ihr da wart.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei
Heidi Pinkepank vom INIK für die Gastfreundschaft,
allen 5×5-Präsentierenden für ihre Einblicke,
bei Christiane Schleifenbaum für die wunderbaren Fotos und
natürlich bei euch, den Teilnehmenden, die mit ihrer Offenheit und Neugier den Abend gefüllt haben.
Wir freuen uns schon jetzt auf TAKATAK No. 29 – aber vorher …
… wünschen wir euch ein tolles Weihnachtsfest mit vielen bunten und leuchtenden Momenten. Kommt gut ins neue Jahr – denn dann wollen wir mit euch zusammen die Lausitz wieder mit viel Kreativität füllen!
Fotos: Christiane Schleifenbaum